Isidore Isou hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass seine 1945 ins Leben gerufene Bewegung des Lettrismus einen Künstler wie Karel Trinkewitz dazu verleiten würde, sich ein ganzes Universum aus Silben zusammenzureimen: Silben, die auf Bällen kleben. Silben, die um Röhren geklebt von der Decke hängen. Silben auf Flaschen, in Flaschen und Fläschchen, selbst auf den Kronkorken. Silben auf unzähligen Bucheinbänden, als Leinwand für seine Assemblagen, als Wickelstoff für Steine. Silben in allen Farben, aus allem, was zur Hand war.

Steine
Karel Trinkewitz, „Das Leben ist eine Collage“
(Praha 1989, S. 68)